
Ferrari 375 Indianapolis
Fehleinschaetzungen kamen bei Ferrari nicht oft vor, aber die Nennung fuer die 500 Meilen von Indianapolis war eine davon.
Fehleinschaetzungen kamen bei Ferrari nicht oft vor, aber die Nennung fuer die 500 Meilen von Indianapolis war eine davon. Als die Indy 500 im Jahr 1950 von der internationalen Automobilsportfoederation FIA ebenfalls in die Formel-1-Weltmeisterschaft aufgenommen wird, modifiziert Ferrari vier 4,5-Liter-Grand-Prix-Rennwagen. Der amerikanische Ferrari-Importeur Luigi Chinetti verkauft drei davon an Kunden, und ein vierter wird von der Ferrari-Werksmannschaft selbst eingesetzt, mit ihrem Spitzenfahrer Alberto Ascari am Steuer. Nur dank des aussergewoehnlichen Talents von Ascari qualifiziert sich der Werkswagen als einziger der vier Ferraris, und selbst dann startet Ascari nur von einem mageren 19. Platz. Die Ferraris erweisen sich naemlich als ungeeignet fuer den Ovalkurs mit seinen Steilkurven. Technisch sind sie auf flache Strecken mit vielen Kurven ausgelegt. Im Rennen selbst muss Ascari staendig schalten, weil die Uebersetzungsverhaeltnisse nicht zu der Strecke passen. In der vierzigsten von zweihundert Runden faellt er mit einem gebrochenen Radtrager aus. Der im Museum ausgestellte Ferrari 375 Indianapolis ist der "Grant Piston Ring", einer der drei Privatwagen. Er haette von Johnnie Parsons gefahren werden sollen, doch weil er unzufrieden mit der geringen Aufmerksamkeit ist, die Ferrari seinem Wagen in der Vorbereitungsphase auf das Rennen widmet, reist er waehrend des zweiten Qualifikationswochenendes ab. Sein Ersatzmann Danny Oakes ist ein deutlich schwaecherer Fahrer und kann sich nicht qualifizieren.
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