TicketsLouwman museum
L’ Automobiliste

L’Automobiliste

Henri (Marie Raymond) Graf de Toulouse - Lautrec war ein französischer Maler, Grafiker und Lithograf, der während der sogenannten belle époque (der schönen Epoche vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs) als Chronist wirkte. Eine Epoche, die von allgemeinem Wohlstand, einer enormen Entwicklung von Kunst und Wissenschaft sowie einem hohen Maß an gesellschaftlicher Ruhe geprägt war. Toulouse-Lautrec war ein Aristokrat, der nur allzu gern Teil des Pariser Nachtlebens war. Ein Künstler und Beobachter, der für seine Darstellungen der intimsten Momente der Ausgestoßenen seiner Gesellschaft bekannt war, ohne zu moralisieren und ohne prätentiösen Kommentar. Toulouse-Lautrec war oft im Haus von La Revue Blanche (einer französischen Kunst- und Literaturzeitschrift) anzutreffen, wo er mit Automobilenthusiasten wie Octave Mirbeau, Bonnard, Apollinaire und Tristan Bernard in Kontakt kam. Nichtsdestotrotz war er vor allem Reiter und teilte ihre Leidenschaft für das Automobil nicht. Diese Lithografie ist daher seine einzige Hommage an das Automobil. Es ist sehr deutlich, dass er den Fahrer des Automobils interessant findet und das Automobil in seiner Komposition nur eine Ergänzung ist. Dies ist ein Porträt seines Cousins (und nächtlichen Ausgehgefährten) Dr. Gabriel Tapie de Celeyran am Lenkrad eines frühen Automobils. Toulouse-Lautrec verwandelt hier seinen Cousin in einen Archetyp des Chauffeurs seiner Zeit, kraftvoll, ausdauernd und mutig. Die modische Kleidung, ein Übermaß an Ziegenfell und eine Staubbrille (mit riesigen Augen) tragen alle zum Bild des heroischen Charmes des Autofahrens und der geheimnisvollen Verkleidung bei, die viele Chauffeure ansprach. Die Lithografie zeigt Toulouse-Lautrecs Monogramm unten links. Von der originalen Auflage von 20 lithografischen Abzügen sind weltweit nur noch sieben Exemplare bekannt.

Informationen


Jahreszahl1898
HerkunftslandFrankreich
MaterialLithografie auf Papier
Abmessungen37 x 27 cm