
Alfa Romeo 6c 1750 Gran Sport Testa Fissa
'Testa fissa' bedeutet 'fester Kopf', ein nicht zerlegbarer Zylinderkopf. Vor 1931 schreiben die Vorschriften der irischen Tourist Trophy (TT) vor, dass der Zylinderkopf zerlegbar sein muss.
'Testa Fissa' ist Italienisch fur 'fester kopf', einen nicht zerlegbaren zylinderkopf. Vor 1931 schreiben die regeln der irischen Tourist Trophy (TT) – im jahr zuvor von Nuvolari mit einem Alfa Romeo 6C gewonnen – vor, dass der zylinderkopf zerlegbar sein muss. Die Italiener losen dies auf ihre ganz eigene weise, indem sie blinde schrauben verwenden, die sich dennoch drehen lassen. Die rennkommissare halten diese fur echt und forschen nicht weiter... Die verpflichtung des ingenieurs Vittorio Jano durch Alfa Romeo erweist sich als glucksgriff, denn auch der nachfolger des 1500, der 6C 1750, ist sehr erfolgreich. Der sechszylinder, der in den versionen Gran Sport und Super Sport mit einem kompressor ausgestattet ist, erringt in ganz Europa siege; bei der Mille Miglia, der Targa Florio, der Tourist Trophy und in Montlhery. Im jahr 1929 beenden 25 der 26 gemeldeten 6C 1750 die Mille Miglia, doch noch legendarer ist die geschichte der 'Mille' von 1930, bei der Tazio Nuvolari seinem erzrivalen Achille Varzi in der nachtdunkelheit dicht auf den fersen ist. Beide fahren einen 6C 1750. Als Nuvolari die rucklichter von Varzis wagen sieht, schaltet er seine eigene beleuchtung aus, damit Varzi nicht bemerkt, dass er ihm nach und nach naher kommt. Nuvolari uberrumpelt Varzi vollig, als er an ihm vorbeischiesst. Mit elf minuten vorsprung auf seinen rivalen uberquert Nuvolari als erster die ziellinie. Der hier anwesende Testa Fissa bestreitet 1934 die Mille Miglia mit Nino Farina am steuer, der 1950 der erste Formel-1-weltmeister werden sollte.
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