
Bugatti Type 57 Roadster Grand Raid Gangloff
Als dieser Bugatti Type 57 auf der Pariser Automobilausstellung 1934 prasentiert wird, schlägt er ein wie eine Bombe.
Das Wort raid ruft sofort Abenteuer hervor, ein franzosischer Ausdruck fur eine lange Rallye durch unwegsames Gebiet, etwa eine Wuste. Der Name wurde von Bugatti bewusst fur diese sehr sportliche Ausfuhrung des Type 57 mit den beiden aerodynamischen Ausbuchtungen am Heck gewahlt, die an die Formen eines Flugzeugs erinnern. Der Karosseriebauer Gangloff aus Colmar, der viele Aufbauten fur Bugatti fertigt, ist fur dieses prachtige Design verantwortlich. Die Aluminiumkarosserie ist auf einem Fahrgestell des Type 57 aufgebaut. Als dieses Auto auf der Pariser Automobilausstellung 1934 prasentiert wird, schlägt es ein wie eine Bombe. Das Design dient als Vorbild fur verschiedene Karosserien auf Basis des Type 57. Nach der Ausstellung fahren Veyron und Wurmser den Wagen bei der Rallye Paris-Nizza-Paris. Robert Benoist erringt mit dem Bugatti Type 57 Roadster Grand Raid Gangloff 1935 den Sieg beim Bergrennen von Chavigny, woraufhin das Auto auch an einem Dauerlauf durch die Vogesen teilnimmt. In den funfziger Jahren gelangt der Bugatti zu einem belgischen Sammler, und 2001 wird der Wagen vom Louwman Museum erworben. Der Grand Raid wird danach vollstandig in den Zustand restauriert, in dem er 1934 in Paris zu sehen war. Der Type 57 von Bugatti ist das Familienauto der Marke. Er ist ein Versuch des Herstellers, die Fahrzeuge zu standardisieren. Obwohl sehr elegant, lassen sich die meisten Aufbauten nicht als spannend bezeichnen. Dieser Grand Raid bildet hier eine Ausnahme.
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