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Lloyd Lp 300

Stahl ist nach dem Zweiten Weltkrieg knapp. Deshalb wird dieser Lloyd aus Sperrholz gefertigt und mit Kunstleder uberzogen. Die Materialwahl verschafft dem Lloyd in Deutschland den Spitznamen Leukoplastbomber.

Dass ein solches Auto noch in einem so guten Zustand ist, kann durchaus bemerkenswert genannt werden. Schliesslich handelt es sich um genau die Art von Wagen, die so schnell wie moglich ausgemustert wird, sobald es etwas Besseres gibt. Es stimmt, dass dieser Lloyd LP 300 etwas zusammengewurfelt wirkt. Anders war es auch kaum moglich, angesichts des Material- und Geldmangels, der im Deutschland der Nachkriegszeit herrscht. Stahl ist nicht in grossen Mengen verfugbar, daher wurde dieser Lloyd LP300 mit seinem kleinen 300-ccm-Motor aus Sperrholz gebaut und mit Kunstleder uberzogen. Die Materialwahl verschafft dem Lloyd in Deutschland den Spitznamen Leukoplastbomber. Als die Verteilungsbeschrankungen aufgehoben werden, entwickelt sich der kleine Lloyd zu einer Stahlausfuhrung weiter, die 1954 auf den Markt kommt und bis Anfang der sechziger Jahre gebaut wird. Der Lloyd LP300 stammt vom Unternehmen Borgward. Wahrend viele grosse Autohersteller versuchen, den Faden mit zunachst vorkriegsmodellen wieder aufzunehmen, bringen andere Hersteller einen Kleinwagen heraus, um das Land auf jeden Fall mobil zu machen. Borgward ubernahm 1929 die Marke Hansa-Lloyd und fuhrte den Namen fur dieses Auto wieder ein.

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Technische spezifikationen


Motor300 ccm Zweizylinder
Vermoegen10 pk
Hochstgeschwindigkeit70 km/h
Anzahl der Gange4 gaenge
Antriebhinterradantrieb

Abmessungen


Lange3.6m
Breite1.45m
Hohe1.45m
Radstand2.2m

Sonstiges


Baujahr1951
HerkunftslandDeutschland
Karosserietouring
ZeitraumNachkriegszeit (1946-1980)