
Lagonda V12 Le Mans Works Team Car
Dieser Lagonda V12 ist der Sieger seiner Klasse in Le Mans im Jahr 1939.
"Ich will nachstes Jahr mit dem V12 nach Le Mans." So in etwa klingen die Worte von Lagonda Chef Alan Good, als er um Weihnachten 1938 in das Buero seines Technischen Direktors Walter Owen Bentley stuermt. Bentley hat dann ein halbes Jahr Zeit, um einen Rennwagen zu bauen, in den der neue Zwoelfzylinder von Lagonda eingebaut werden soll. Er kontert: "Gewinnen ist unmoeglich. Wir werden versuchen, das Rennen zu Ende zu fahren, und gewinnen koennen wir dann im Jahr darauf." Bentley passt den V12 an und erhoeht die urspruenglichen 180 PS auf 206. Er spart Gewicht, indem er leichteren Stahl verwendet und Loecher in die Chassistraeger bohrt, die mit Aluminiumplatten abgedeckt werden. Wegen der Startnummer erhaelt der Wagen den Spitznamen "Old Number 5". Arthur Dobson und Charles Brackenbury bilden das Fahrerteam. Dobson startet gut, wird aber von den franzoesischen Bugattis und Delages in die Schranken gewiesen. Gegen vier Uhr morgens faehrt der Lagonda auf Platz sechs, rueckt dann aber auf den dritten Rang hinter dem Delage von Gerard/Monneret und dem Bugatti von Wimille/Veyron vor und haelt diese Position bis ins Ziel. Ein baugleiches Schwestermodell in Privatbesitz wird Vierter. "Old Number 5" wird immerhin Klassensieger. Der Wagen legt 239 Runden zurueck, eine Distanz von 3.200 Kilometern, erreicht eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 133 km/h und wird auf der Mulsanne Straight offiziell mit 223 km/h gemessen. Die Wagen werden nach dem Krieg an Charles Brackenbury verkauft. Danach hat das Auto noch verschiedene Eigentuemer, bevor es vom Louwman Museum erworben wird.
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