
Marmon Sixteen Lebaron Convertible Coupe
In den 1930er Jahren fahren in den Niederlanden zwei Marmon Sixteens herum; dies ist der einzige, der erhalten geblieben ist.
In den dreißiger Jahren fahren in den Niederlanden zwei Marmon Sixteens herum; dies ist der einzige, der erhalten geblieben ist. Der seltene Wagen, von dem nur 390 Exemplare gebaut wurden, ist völlig unrestauriert und zugleich der originalste Marmon Sixteen der Welt. Er ist von Hand lackiert, und an den Türen sind noch die Initialen des Besitzers zu sehen. Der Scheinwerfer in der Mitte der Stoßstange schwenkt mit der Lenkung mit. Vom anderen niederländischen Exemplar ist nur der imposante Achtliter-Sechzehnzylindermotor übrig, der hier neben dem Wagen aufgestellt ist. Besonders bemerkenswert ist, dass dieser Marmon Sixteen von einem 19-jährigen Studenten entworfen wurde: Walter Dorwin Teague jr., Sohn des berühmten Industriedesigners Richard Teague. Walter kann seinen Vater davon überzeugen, dass er den Wagen entwerfen kann, und zeichnet dieses und andere Karosserien in den Stunden, in denen er schulfrei hat. Der Karosseriebauer LeBaron setzt viele seiner Entwürfe um, darunter auch diesen. Technisch gesehen ist der Marmon Sixteen sehr fortschrittlich, nicht zuletzt, weil nahezu der gesamte Motor aus Aluminium besteht. Der Marmon-Motor ist leichter als der 1930 eingeführte Cadillac V16 und hat so viel Drehmoment, dass der Wagen im höchsten Gang aus dem Stand anfahren und anschließend bis auf 160 km/h durchbeschleunigen kann. Howard Marmon erhält 1931 von der Society of Automotive Engineers die Medaille für die wichtigste technologische Entwicklung des Jahres. Dennoch wird der Sechzehnzylinder zum Schwanengesang der Marke: Das Werk schließt 1933.
Plane deinen Besuch

