Daimler DK400 Golden Zebra Coupe
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Daimler & Hooper
Daimler war bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts die bevorzugte Marke des britischen Konigshauses. Der Vorstandsvorsitzende von Daimler, Sir Bernard Docker, ernannte seine Frau Norah Docker zur Direktorin von Hooper & Co, einem Unternehmen der Daimler Gruppe.
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Lady Docker
Sir Bernard Docker war der dritte Ehemann von Nora. Sie begann als Tanzerin in einem Nachtclub in London und arbeitete sich zu einer der beruhmtesten Societyfiguren Grossbritanniens empor. Durch die Heirat mit Sir Bernard erhielt sie den Titel Lady Norah Docker. Als sie die Verantwortung fur die Designabteilung von Daimler ubernahm, beauftragte sie Hooper, etwas gegen das gesetzte Image von Daimler zu unternehmen. Sie sorgte dank einer Folge von funf Showmodellen, die inzwischen als die Docker Daimlers bekannt sind, fur Schlagzeilen. Dies waren hintereinander der Gold Car im Jahr 1951, der Blue Clover im Jahr 1952, der Silver Flash im Jahr 1953, der Stardust im Jahr 1954 und schliesslich der Golden Zebra im Jahr 1955.
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Das extravaganteste Exemplar
Der Hohepunkt dieser Abfolge sensationeller Docker Daimler war der Golden Zebra, eine wollustige Extravaganz auf dem 4,6-Liter-Sechszylinder-DK400-Limousinenfahrgestell. Die Aussenseite war in einfarbigem elfenbeinweissem Zelluloselack gehalten und alle Zierleisten waren vergoldet. Im Innenraum wurden Blattgold, Elfenbein und Zebrafelle fur die Polsterung verwendet. Im Kofferraum stehen Koffer aus ungegerbtem Leder mit besonders sicheren Bramah-Schlossern. Saemtliche Cocktail- und Toilettenartikel bestehen aus Elfenbein, geschliffenem Glas oder Gold. Es gibt sogar einen vergoldeten Regenschirm.
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Das Ende einer Epoche
Mit dem Golden Zebra fand auch unmittelbar das Ende der Docker-Daimler statt. Kurz nach der Einfuhrung wurden Sir Bernard und Lady Docker aus dem Vorstand entfernt. Grund waren die Kosten, die mit dem extravaganten Lebensstil von Sir Bernard und Lady Docker verbunden waren und die sie als Geschaftsausgaben abzuschreiben versuchten. Ihre Versuche, die Aktionare davon zu uberzeugen, dass die Ausgaben gut fur das Image von Daimler seien, verliefen im Sande. Der Tiefpunkt wurde 1956 erreicht. Kurz bevor sie der Hochzeit von Furst Rainier von Monaco mit Grace Kelly beiwohnen sollten, wurde ihnen mitgeteilt, dass sie ihre Autos abgeben mussten.






