
Bugatti Type 18 Sports Two-seater ‘black Bess’
Der beruhmte franzosische Flieger und Sportler Roland Garros (1888-1918), ein guter Freund von Ettore Bugatti, wird im September 1913 der erste Besitzer dieses Bugatti Type 18.
Der beruhmte franzosische Flieger und Sportler Roland Garros (1888-1918), ein guter Freund von Ettore Bugatti, wird im September 1913 der erste Besitzer dieses Bugatti Type 18 Sports Two-Seater. Im selben Jahr uberquert Garros als erster Pilot nonstop das Mittelmeer in einer einmotorigen Morane-Saulnier. Beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 wird er Kampfflieger. Im Oktober 1918 fallt er in einem Luftkampf, drei Wochen vor Kriegsende und einen Tag vor seinem dreissigsten Geburtstag. Sein Bugatti wird nach England weiterverkauft und gelangt 1922 in den Besitz der Rennfahrerin Ivy Cummings, die den Wagen Black Bess nennt, nach dem schwarzen Vollblutpferd des legendaren Strassenraubers Dick Turpin. Das Auto mit seinem sehr kraftigen 5,5-Liter-Motor mit 100 PS hat danach noch mehrere Besitzer. Die Schalensitze, die noch immer die originale Lederpolsterung von 1913 besitzen, sind schrag hintereinander angeordnet, sodass sich der Fahrer und der mecano nicht in die Quere kommen. Dieser Bugatti ist der vierte aus einer Serie von sieben Exemplaren des Type 18. Er wirkt schlank, kann aber eine Hohchstgeschwindigkeit von 150 km/h erreichen. Es ist der einzige kettengetriebene Bugatti, der je gebaut wurde. Die Karosserie stammt von Henri Labourdette, von dem sich an anderer Stelle im Museum der Panhard & Levassor Skiff befindet. Roland Garros war ein leidenschaftlicher Tennisspieler. 1927 werden die franzosischen offenen Tennismeisterschaften nach ihm benannt.
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